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  Shuttleworth, Festival of Flight Air Show
  Teil 2
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Text:

Michael E. Fader

Pictures:

Urs Schnyder & Michael E. Fader


 

 

(Picture courtesy Michael E. Fader)

(Picture courtesy Michael E. Fader)

Fairground

   

Shuttleworth ist nicht nur ein Paradies für eingefleischte Aviatik-Enthusiasten – auch Familien kommen hier voll auf ihre Kosten. Neben dem Swiss Garden (siehe Bericht vom letzten Jahr) gab es einen Jahrmarkt mit Attraktionen für Kinder, spektakuläre Stuntshows sowie interaktive Entdeckungszonen. Zudem konnten Besucher mit historischen Bussen mitfahren oder sich an den zahlreichen Verpflegungsständen stärken. So bot das Gelände für Gross und Klein abwechslungsreiche Unterhaltung.

   

(Picture courtesy Michael E. Fader)

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Radial Engines

   

Wie bereits eingangs erwähnt, handelte es sich bei den beiden Tagen in Old Warden praktisch um zwei eigenständige Air Shows mit jeweils unterschiedlichem Programm. Die Flugvorführungen waren dabei thematisch gegliedert und präsentierten die Maschinen in verschiedenen historischen und technischen Zusammenhängen. Ein Programmpunkt widmete sich den Radial Engines, wobei insbesondere der legendäre Bristol Mercury-Sternmotor im Mittelpunkt stand. Dieser trieb gleich drei der vorgeführten Flugzeuge an: die Bristol Blenheim, die Gloster Gladiator und die Westland Lysander. Neben eindrucksvollen Formationsflügen wurden die Maschinen auch einzeln präsentiert, wobei ihre fliegerischen Eigenschaften und die Fähigkeiten der Piloten eindrucksvoll zur Geltung kamen.

Die drei vorgestellten Flugzeugtypen mit dem 800 PS starken Bristol Mercury-Sternmotor waren die Westland Lysander Mk III (G-AZWT), die Gloster Gladiator Mk I (G-AMRK) und die Bristol Blenheim Mk IF (G-BPIV). Vom Bristol Mercury wurden in Grossbritannien rund 21'000 Exemplare gefertigt. Sein häufigstes Einsatzmuster war die Bristol Blenheim, die in zahlreichen Versionen als leichter Bomber, Langstreckenjäger und Aufklärungsflugzeug zum Einsatz kam.

   

(Picture courtesy Michael E. Fader)

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(Picture courtesy Urs Schnyder)

         

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www.airdisplay.com

   

Kunstflug vom Feinsten zeigte Mark Jefferies vom Global Stars Team – auch wenn das vierköpfige Team selbst in Old Warden nicht vollständig vertreten war. Jefferies ist mehrfacher britischer Meister im Unlimited-Kunstflug und seit den 1980er-Jahren als Airshow-Pilot mit spektakulären Vorführungen weltweit bekannt. Besonders beeindruckt er mit Maschinen wie der Extra 330SC.

An den beiden Veranstaltungstagen flog er mit zwei unterschiedlichen Flugzeuge: Am Samstag flog er die Extra 300S (G-EXIL), am Sonntag die Extra 330SC (G-IHHI). Beide Vorführungen begeisterten das Publikum mit präzisem und spektakulärem Kunstflug.

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Extra 300S G-EXIL (Picture courtesy Michael E. Fader)

Extra 300S G-EXIL (Picture courtesy Michael E. Fader)

Extra 300S G-EXIL (Picture courtesy Michael E. Fader)

G-EXIL (Picture courtesy Urs Schnyder)

G-EXIL (Picture courtesy Urs Schnyder)

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Extra 330SC G-IHHI (Picture courtesy Michael E. Fader)

Extra 330SC G-IHHI (Picture courtesy Michael E. Fader)

Piper & Auster

   

Im letzten Jahr war die Commemorative Air Force mit einer Douglas R4D-6S Skytrain ( N151ZE) in den Farben der U.S. Navy vertreten. In diesem Jahr nahm der Französische Ableger der Commemorative Air Force mit einer Piper NE-1 Cub “Little Blue Cloud” (F-GHLQ)  teil. Auch diese Maschine, welche von Jean-Yves Cercy geflogen wurde, war in den Farben der U.S. Navy gehalten. 

Die Piper NE-1 ist die Bezeichnung der U.S. Navy für die Piper J3C-65 Cub, ein Flugzeug, das während des Zweiten Weltkriegs für die Pilotenausbildung und als Mehrzweckflugzeug eingesetzt wurde. Das Flugzeug ist so lackiert, dass es die BuAer 26359 darstellt, die von 1942 bis 1943 beim Geschwader ZP-32 auf der Naval Air Station Moffett Field in Kalifornien im Einsatz war. Obwohl sie nur von einem 65-PS-Motor angetrieben wurden, spielten Flugzeuge wie dieses eine stille, aber wichtige Rolle bei der Unterstützung von Küstenverteidigungsoperationen, darunter U-Boot-Abwehrmaßnahmen und die Koordination von Luftschiff-Einheiten entlang der US-Westküste.

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Piper NE-1 Cub F-GHLQ (Picture courtesy Michael E. Fader)

Piper NE-1 Cub F-GHLQ (Picture courtesy Urs Schnyder)

Piper NE-1 Cub F-GHLQ (Picture courtesy Michael E. Fader)

Piper NE-1 Cub F-GHLQ (Picture courtesy Urs Schnyder)

Piper NE-1 Cub F-GHLQ (Picture courtesy Michael E. Fader)

Für eine willkommene Abwechslung sorgte zudem ein weiterer Flugzeugtyp aus der zivilen Luftfahrtgeschichte: Die Beagle Auster J/5 Alpha / Mk5, die der Piper Cub sehr ähnlich ist und wie diese auf die Taylorcraft-Abstammung zurückgeht. In Old Warden wurde sie in einer zivilen Version vorgeflogen und bot damit einen interessanten Kontrast zu den sonst dominierenden Kunstflugvorführungen.

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Fighter

   

In verschiedenen Programmpunkten wurden einige der bedeutendsten Jagdflugzeuge des Zweiten Weltkriegs präsentiert. Besonders auffällig war der Kontrast zwischen den einzelnen Konstruktionen: Die Supermarine Spitfire und die North American P-51 Mustang mit ihren Rolls-Royce-Merlin-Motoren überzeugen durch ihre aerodynamisch schlanke Linienführung und ihre elegante Erscheinung. Die Republic P-47 Thunderbolt hingegen wirkt mit ihrem mächtigen Pratt & Whitney R-2800-Sternmotor deutlich massiger und vermittelt einen geradezu brachialen Eindruck.

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Two Avro Ansons

   
 

Die Avro Anson C19 (G-AHKX) der Shuttleworth Collection in Old Warden ist bestens bekannt und regelmässig an den Flugveranstaltungen zu sehen. Im Jahr 2026 war zudem die einzige flugfähige Avro Anson Mk.I (OO-ANS) zu Gast. Am Samstag absolvierten beide Maschinen gemeinsam mit der Bristol Blenheim Mk.1F (G-BPIV) eindrucksvolle Formationsflüge. Die Anson Mk.I und die Blenheim repräsentieren dabei die frühe Phase des Zweiten Weltkriegs. Am Sonntag stand schliesslich ein Formationsflug der beiden Anson-Versionen im Mittelpunkt des Programms.

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(Picture courtesy Michael E. Fader)

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RAF Typhoon

   

Flight Lieutenant Tom Nation vom Typhoon Display Team demonstrierte eindrucksvoll, zu welchen Leistungen ein moderner Mehrzweckjäger der vierten Generation fähig ist. Mit der leistungsstarken Eurofighter Typhoon FGR4 begeisterte er das Publikum mit einer spektakulären Flugvorführung. Diese Darbietung war eine von nur wenigen Jetvorführungen auf der Festival of Flight Air Show. Die einzige weitere Jetmaschine im Flugprogramm war eine BAC Jet Provost.

Flight Lieutenant Tom Nation gehört zur No. 29 Squadron auf der RAF Coningsby und flog die Maschine ZK325. Dabei handelt es sich um eine reguläre Typhoon FGR4, die – anders als häufig vermutet – nicht speziell für Kunstflug oder Displayzwecke modifiziert ist, sondern sich in serienmässiger Einsatzkonfiguration befindet.

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Eurofighter Typhoon FGR.4 ZK325 (Picture courtesy Urs Schnyder)

Eurofighter Typhoon FGR.4 ZK325 (Picture courtesy Urs Schnyder)

Eurofighter Typhoon FGR.4 ZK325 (Picture courtesy Urs Schnyder)

Eurofighter Typhoon FGR.4 ZK325 (Picture courtesy Urs Schnyder)

Eurofighter Typhoon FGR.4 ZK325 (Picture courtesy Michael E. Fader)

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Eurofighter Typhoon FGR.4 ZK325 (Picture courtesy Michael E. Fader)

Eurofighter Typhoon FGR.4 ZK325 (Picture courtesy Michael E. Fader)

Eurofighter Typhoon FGR.4 ZK325 (Picture courtesy Michael E. Fader)

Eurofighter Typhoon FGR.4 ZK325 (Picture courtesy Michael E. Fader)

Eurofighter Typhoon FGR.4 ZK325 (Picture courtesy Michael E. Fader)

   

Red Bull

   
 

Das Red Bull Team aus Salzburg war mit mehreren Maschinen an der Festival of Flight Air Show vertreten. Sie operierten von IWM Duxford aus und nicht alle Maschinen landeten in Old Warden. Den Anfang der Präsentation war ein Formationsflug aller vier Maschinen zusammen. Angeführt wurde die Formation von der North American B-25J Mitchell, links und rechts flogen die North American P-51D Mustang und die Vought F4U-4 Corsair. Das Schlusslicht machte die Lockheed P-38L Lightning. Diese Formation war bewusst so gewählt, damit die stärkste Maschine, also die Lockheed P-38L Lightning, den Schluss bildete. Danach folgten einzelne Vorführungen der Maschinen.

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(Picture courtesy Urs Schnyder)

North American B-25J Mitchell N6123C (Picture courtesy Urs Schnyder)

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North American P-51D Mustang OE-EFB (Picture courtesy Urs Schnyder)

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Lockheed P-38L Lightning N25Y (Picture courtesy Urs Schnyder)

Vought F4U-4 Corsair OE-EAS 

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Der Abend

   

Wie schon im letzten Jahr war das Flugprogramm um 18.30 Uhr beendet, doch es handelte sich nur um eine Pause in der man an einem der Vielen Stände etwas essen konnte. Das Gastronomische Angebot reichte von Burgern über Indisches Essen bis zu Asiatischem Food. Leider warten die Wartezeiten in der Pause recht lang.

Um 20.00 Uhr begann dann der Abendliche Teil des Flugprogrammes. Das Wetter machte auch in diesem Jahr wieder mit und die Sonne schein bis spät hinein. Dieser abendliche Teil musste aber von den Veranstaltern andes gestaltet werden, denn der Wing, der recht böig war, liess es nicht zu, dass die "Edwardians" - also die ganz alten Maschinen vor dem grossen Krieg - fliegen konnten.

Das Programm war aber dennoch sehr ansprechend, da mit zwei Rennflugzeugen ein würdiger Ersatz vorhanden war.

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Published: 16. August 2026

Written: 4. August 2026

Report No. 375

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